Die Technologie
Wasserstoff gilt als vielversprechender Energieträger der Zukunft, weil er umweltfreundlich und vielseitig anwendbar ist.
Wasserstoff (H) ist das einfachste und häufigste Element im Universum. Es besteht aus einem Proton und einem Elektron.
In seiner reinen Form kommt Wasserstoff auf der Erde nicht vor, sondern nur als Molekül (H2). Er ist gasförmig und kondensiert bei minus 252 Grad Celsius. Das farb- und geruchlose Gas ist meist an andere Elemente gebunden wie an Sauerstoff im Wasser (H2O) oder Kohlenstoff in organischen Verbindungen.
Als grüner Wasserstoff gilt nur, wenn bei der Elektrolyse ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. Das ist bei H2FE der Fall: Unter Zufuhr von Strom aus erneuerbaren Quellen spaltet sich das Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff. Dabei entstehen kein CO2 oder andere Schadstoffe – grüner Wasserstoff gilt deshalb als emmissionsfrei.
FAQ
Erfahren Sie mehr über die zukunftsweisende Technologie.
Welche Arten von Wasserstoff gibt es?
Es gibt grüner, grauer, blauer und türkiser Wasserstoff. Bei grünem Wasserstoff kommen nur erneuerbare Energien zum Einsatz, während grauer Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Blauer Wasserstoff ist grauer Wasserstoff, bei dem CO2 bei der Entstehung abgeschieden und gespeichert wird, sodass es nicht in die Atmosphäre gelangt. Türkiser Wasserstoff wird über die thermische Spaltung von Methan erzeugt.
Was sind die grössten Vorteile von (grünem) Wasserstoff?
Beim Einsatz von (grünem) Wasserstoff entstehen keine Abgase und kein CO2 – es entsteht lediglich Wasserdampf. Zudem verfügt er über eine hohe Energiedichte, wodurch die Reichweite bei Fahrzeugen fast so hoch ist, wie bei Diesel- und Benzinfahrzeugen. Einen weiterer Vorteil ist, dass Wasserstoff Energie speichern kann, was insbesondere für die Wintermonate ein grosser Vorteil sein kann.
Welche Gefahren birgt Wasserstoff?
Wasserstoff ist grundsätzlich nicht gefährlicher als andere Energieträger wie Gas oder Öl. Trotzdem gilt es, vorsichtig im Umgang mit Wasserstoff zu agieren, weil es unter gewissen Umständen explodieren kann. Aber nur, wenn es in Kombination mit einem Oxidator (reiner Sauerstoff, Luft oder Chlor) entzündet wird. Per se explodiert Wasserstoff nicht.
Wieso wird Wasserstoff nicht öfters eingesetzt?
Wasserstoff kann nicht einfach «geerntet», sondern muss aufwändig produziert werden. Die Kosten für die Infrastruktur und die Herstellung sind hoch, wodurch die Einstiegs-Barrieren entsprechend hoch sind. Zudem kann Wasserstoff im Gegensatz zum H2FE-Projekt, nicht überall so vielseitig eingesetzt werden.
Welche Rolle spielt Wasserstoff in der schweizerischen Energiestrategie?
Wasserstoff wird in den nächsten Jahren im schweizerischen Energiesystem zunehmend an Bedeutung gewinnen. Er wird vor allem für die Erzeugung von Hochtemperaturprozesswärme, im Schwerverkehr und als saisonaler Energiespeicher zum Einsatz kommen. Künftig soll die Schweiz auch an das entstehende europäische Wasserstoffnetz angebunden werden.



